Wie ich zum Stricken kam

Was mich am Stricken am meisten fasziniert, ist, dass man quasi etwas aus dem Nichts erschafft. Man ist mit den einfachsten Mitteln kreativ.

„Meine erste gestrickte Mütze für die Schule hat zu zwei Dritteln meine Oma gestrickt. Die Lehrerin hat das natürlich gesehen und es mit einer 3 oder 4 durchgehen lassen.“

Meine ersten „Gehversuche“ im Stricken in der Grundschule, waren nicht besonders gut. Das Stricken ist mir alles andere als zugeflogen. Doch nach dieser Mütze hatte mich der Ehrgeiz gepackt. Meine Oma hatte mir geholfen, durch das Schulprojekt zu kommen, aber danach wollte ich unabhängig von der Schule das Stricken lernen. Meine Oma hat mir alles übers Stricken beigebracht. Darum verbinde ich meine Anfänge im Stricken mit vielen schönen Kindheitserinnerungen an meine Oma. Noch heute sehe ich genau vor meinem inneren Auge wie meine Oma mit ihrer Kaffeemühle Kaffee mahlt, um sich zum Stricken eine Kanne Kaffee zu machen.

Seitdem war Stricken mein Hobby. Auch während meiner kaufmännischen Ausbildung habe ich in meiner Freizeit immer gestrickt – für Familie, Freunde und Arbeitskollegen. Heute stricke ich schon seit über 40 Jahren. Aber das heißt nicht, dass mich das Stricken nie frustriert hat. Oft ist das Strickzeug samt Nadeln gegen die Wand geflogen, aber meine Oma hatte eine Engelsgeduld mit mir. „Kein Meister fällt vom Himmel“, hat sie mir jedes Mal zugeredet. Und auch wenn ich manchmal das Strickzeug in die Ecke geschmissen habe, hat es immer weiter in meinem Kopf gebrodelt. Warum das jetzt nicht so funktioniert hatte und wie ich es besser machen konnte.

Nach der Elternzeit für meine beiden Söhne  habe ich das Stricken zum Beruf gemacht und im Sommer 1994 mein Gewerbe bei der Handwerkskammer angemeldet. Gestartet habe ich mit einem Strickservice, für den ich im Umkreis von meinem Haus in Buchloe Flyer verteilt habe. Ich persönlich mochte schon immer natürliche Wolle am liebsten, aber in meinem Strickservice habe ich mit der Wolle gestrickt, die die Leute mir gebracht haben.

 

Wie ich zur Islandwolle kam

Nordische Muster und Motive haben mich schon als Kind fasziniert. Da lag es nahe, dass ich als Strickbegeisterte mir irgendwann selbst einen Pulli mit einem solchen Muster stricken wollte. So habe ich mir meine erste Strickpackung für einen Islandpullover bestellt und auch die isländische Strickweise hat mich von Anfang an begeistert. Ich habe das Zusammennähen der Einzelteile zum Pulli am Ende immer gehasst. Ich will schließlich stricken und nicht nähen. Häufig kam es dann vor, dass die gestrickten Einzelteile vielleicht sogar ein Jahr einzeln rumlagen. Die Islandpullover hingegen werden rundum ohne Nähte und am Stück gestrickt. Sobald man den letzten Faden vernäht hat, kann man den fertigen Pulli oder die fertige Jacke auch schon anziehen. Das fand ich toll. Außerdem ist die Wolle einfach besonders. Sie ist warm, robust und hat bereits eine eigene Farbstruktur. Einfarbig gestrickte Passagen sind nie eintönig, weil die Wolle durch ihre Struktur eine eigene Dynamik entwickelt und nie ganz gleich aussieht.

Im Laufe der Zeit interessierten sich die Leute immer mehr für die Islandwolle, von der ich so begeistert war und bin. Da die Islandwolle in Deutschland nicht sehr oft angeboten wird, habe ich angefangen, die Wolle auch zu verkaufen und Islandpullover und -jacken nach Maß anzufertigen. Das hat mich dorthin gebracht, wo ich heute bin.

Danke dafür an Euch! Ich liebe Stricken, Islandwolle und das, was ich tue, bis heute.

 

Mein Team

Conni – unser Büro-Sonnenschein

Wir können uns die Worte „Go Baby, go“ gar nicht mehr ohne Connis Stimme im Kopf dazu vorstellen. Conni bringt immer alle zum Lachen und alles ans Laufen. Wenn sie mal nicht da ist, hört man bei uns auch oft den Satz „Conni würde jetzt sagen…“ Conni hat aber nicht nur ein zwischenmenschliches Talent, sondern bringt durch gutes Zureden sogar den Drucker dazu, dass die Patrone länger als gewöhnlich hält (und dann bei anderen leer geht). Wir beneiden sie außerdem um ihr Organisationstalent und dass sie immer alles im Griff hat. Auf jeden Fall ist Conni aus dem Strickstudio gar nicht mehr wegzudenken, auch der Büro-Hund Mo bellt sie inzwischen am wenigsten an. Wenn Conni nicht gerade bei uns ist, findet man sie am wahrscheinlichsten auf dem Rücken von ihrem Pferd. Sie selbst sagt in ihrer Freizeit sind ihr Pferd, Hund und Mann am wichtigsten – wobei die Prioritäten nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge liegen…

 

Tina – die fleißige Strickerin

Tina und Christine kennen sich seit über 20 Jahren. Christine hat als Geschäftsführerin, Personalabteilung, CEO und alles, was bei Firmen sonst noch so in den höheren Etagen sitzt, alle Hände voll zu tun. Weil sie es nicht auch noch schaffen würde, komplett alles alleine zu stricken, steht ihr ihre beste Freundin Tina in Sachen stricken, Wolle twisten und Pakete packen zur Seite. Sie haben sich damals zuerst über ihre Hunde kennengelernt, später sind dann ihre Kinder gemeinsam in die Schule gegangen. Tina hat eigentlich schon immer gestrickt und wurde dann nach einer längeren Pause von Christine wieder vom Nadeln angesteckt – „hochangesteckt“, wie sie selber mit einem Grinsen sagt. Neben uns Mädels vom Strickstudio spielt für Tina Familie eine große Rolle, sie ist ein absoluter Familienmensch und auch schon stolze zweifache Oma. Sie ist außerdem Jägerin und führt mit vollem Herzen eine Hundeschule. Sie sagt, wenn sie keine Kinder hätte, wären ihre zwei Hunde ihre absoluten Lieblinge.

 

Melli, Edwin und Steffi

 

Die drei Models, die dafür sorgen, dass unsere Pullis gut aussehen.

 

 

 
 

Und ich – Alena – die Onlinerin

Ich habe Journalistik studiert und bin in den Endzügen meines Studiums zufällig über meine Freundin Melli, die für Christine modelt, zum Strickstudio gekommen. Ich fotografiere und schreibe gerne Texte und habe damit der Webseite von Christine einen neuen Anstrich verpasst – und bin danach neben meinen Tätigkeiten als freie Journalistin auch einfach hiergeblieben, beim Strickstudio. Denn nachdem Christine ständig neue Ideen hat und es unseren Online-Shop irgendwann auch komplett auf Englisch geben soll, gibt es für mich immer was zu tun. Inzwischen könnt Ihr mich auch als Model im Shop sehen. Außerdem helfe ich im Strickstudio rund ums Thema Online-Vermarktung und Social Media. Neben meinem Journalistinnen- und Onlinerin-Dasein lege ich großen Wert auf Familie, Freunde und Sport. Es zieht mich immer wieder in die Ferne – im Rahmen meines Bachelors war ich in den USA und im Herbst geht es für mich zum Master nach Dänemark. Von Christine habe ich erstmals seit der Grundschule wieder stricken gelernt. Ein Paar Fäustlinge sind es schon geworden – der erste Pulli lässt noch auf sich warten.

 

Bei uns in der Strickbude ist Harmonie und Teamgeist angesagt. Ein herzliches Miteinander ist für uns die Basis. Unsere Ideen sind bei Christine auch immer willkommen und jeder darf sich einbringen. Darum – finden wir – funktionieren wir zusammen auch so gut.

Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum…

Christine hat das gemacht, wovon andere ihr Leben lang träumen: Sie hat was riskiert und hat sich mit dem selbständig gemacht, was sie liebt. Dafür hat sie von ihrem Team größten Respekt und Anerkennung.