Wie Stricken unsere Zufriedenheit und mentale Gesundheit fördert

Ihr Lieben,

ich war diese Woche – trotz Hitze zum Dahinschmelzen – zwei Tage auf der Schulung „Gesünder leben durch Handarbeit“, veranstaltet von dem „Projekt Sinnvoll“ in München. Für mich persönlich wusste ich ja schon immer, dass mir Stricken guttut und auch in den letzten Jahren hat man immer wieder gehört, dass Handarbeit gut für mentales Wohlbefinden, Kreativität und Entspannung sind.
Jetzt habe ich mich zu diesem Thema wissenschaftlich fundiert weitergebildet.
 

 

Stricken ist gesund

Studien zufolge reduziert Stricken nicht nur Ängste und Depressionen, sondern kann auch Krankheits-Erscheinungen wie Demenz verlangsamen und durch die Ablenkung sogar bei chronischen Schmerzen helfen.

Auch mein Schulungsprogramm basierte auf den Fakten rund um die Forschung von Neurowissenschaftlerin Dr. Edda Jaleel, Mitbegründerin des „Projekt Sinnvoll“.

 

Sie zählt 9 Hauptgründe auf, warum Handarbeiten mehr als nur ein Hobby ist und warum es sich lohnt, damit anzufangen:
  • Es ist gut für Deine Gesundheit: Handarbeiten haben nicht nur eine meditative Wirkung, weil sie Blutdruck und Puls nachweislich senken, sondern trainieren auch Dein Gehirn. In manchen Ländern wird Stricken sogar schon als präventive Behandlungsmethode statt Medikamenten eingesetzt.
  • Es stärkt Deine Persönlichkeit: Du entspannst Dich, wirst aufnahme- und widerstandsfähiger und musst ständig kreative Entscheidungen treffen – das kann auch bei Alltagsproblemen helfen.
  • Du kannst etwas Selbstgemachtes verschenken: Neben den Glückshormonen des Erfolgserlebnisses über das selbstgefertigte Produkt, steigert auch das Geben noch einmal das Glücksgefühl.
  • Es verleiht Deiner Individualität Ausdruck: Du kannst Dein Strickstück selbst designen, Schnitt, Farben aussuchen etc. Perfekt auf Dich angepasst kannst Du Dir Dein eigenes Unikat anfertigen – von wegen Massenkonsum!
  • Selbst machen ist nachhaltiger: Die Arbeit, die Du in dein Strickstück steckst, das aktive Aussuchen von Wolle etc. schaffen mehr Bewusstsein und somit auch mehr Wertschätzung für das Strickstück.
  • Stricken hält von ungesunden Gewohnheiten wie Naschen oder Rauchen ab. Das Areal, in dem Hungergefühl ausgelöst wird, ist das gleiche, das auch beim Stricken „beschäftigt“ wird, so können sogar Impulse des Hungergefühls unterdrückt werden.
  • Stricken als kollektives Gemeinschaftsgefühl: Wenn Du anderen Menschen begegnest, die ebenfalls stricken, gibt es sofort etwas, über Das du Dich unterhalten kannst. Gemeinsame Strickabende können außerdem gegenseitig inspirieren, Du kannst bei Gesprächen allgemein Deinen Horizont erweitern und durch den Austausch, förderst Du deine sozialen Kontakte und hast das Gefühl, verstanden zu werden. Auch Männer greifen inzwischen häufiger zu den Stricknadeln.
  • Stricken ist ein einfaches Hobby: Denn es ist orts- und wetterunabhängig. Auch die körperliche Fitness ist nicht gefragt, stricken können alle – vom Kindergarten- bis zum Seniorenheimalter. Im Vergleich zu anderen Hobbies, für die Du möglicherweise weit fahren musst und/oder viel Ausrüstung brauchst, ist Stricken auch kostengünstig.
  • Stricken kann nicht nur Hobby sein, sondern auch zum Beruf werden: wie bei mir. Mehr darüber, wie ich bei der Schulnote für Stricken geschummelt habe, um eine 3 zu kriegen und später Strickexpertin wurde, könnt Ihr auf der Seite „Über mich“ lesen.

So – ich hoffe, ich konnte Euch ein paar Fakten ans Herz legen, die ich aus dieser wunderbaren Schulung mitgenommen habe (im Grunde wusste unsere Intuition das ja schon, aber jetzt nochmal mit Fakten).

 

 

Und gerade weil ich weiß, wie viel Stricken mir selbst gibt, liegt es mir am Herzen, damit auch andere in ihrem Alltag zu erreichen und in unserem schnelllebigen Zeitalter, Stress, Krankheit oder sogar Burn-Out vorzubeugen. Eben weil mir dieses Thema so wichtig ist, habe ich mich entschieden diese Schulung zu besuchen und möchte in naher Zukunft beginnen, Strick-Kurse zu geben, die – nadelnd – zur Stressbewältigung und Vorbeugung gegen Krankheiten beitragen. Mehr dazu erfahrt Ihr bald.

Alles Liebe,

Eure Christine

8 Comments

  • Jutta Brandt

    Ich wusste es!!! Jetzt nur noch den Link an meinen Göga schicken und alles ist in Butter, lach!!!
    Nur mit dem Essen und Rauchen gehe ich noch nicht so konform……. Grins….

  • Regine

    Vielen Dank für den informativen Bericht! 👍
    Aber, wie du schon selbst schreibst: eigentlich wissen wir Strick-Addicts es ja schon! 😋

  • Kerstin

    Genauso sehe ich das auch.
    Handarbeiten ist Balsam für die Seele, tut der Psyche gut und fördert die Konzentration.
    Weiterhin entschleunigt es den Alltag.
    Man erschafft etwas mit den eigenen Händen, hat von der Planung über den Einkauf der Materialien bis zur tatsächlichen Realisierung alles selbst in der Hand. Und kann sein Werk eventuell weitergeben.
    Vielen Politikern empfehle ich ein Strickpaket. Das würde viele Menschen erden, zu ursprünglichen Dingen zurück zu kehren.
    Ich könnte noch viel zu diesem Thema schreiben. Handarbeiten hilft Leben zu verschönern! (-:
    Kerstin

  • Beate Bergmann

    Liebe Christine,
    spannende Ideen, manches kannte ich, manches habe ich vermutet, einiges war neu für mich. Das mit dem Essen klappt leider noch nicht so wirklich bei mir… Aber was bei mir auf der Arbeit super klappt ist, zwischen 2 Terminen mit ADHS-Schülern 5 Minuten zu stricken und ich bin komplett entspannt.
    Liebe Grüße aus dem Rheinland,
    Beate

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